im Moment bleiben

BMQ Master Class Uzmanı
Psk.dan Mehtap Tasci

 

 

EİNLEİTUNG


Unser Gehirn ist ständig damit beschäftigt, entweder in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu reisen. Unser Bewusstsein wird im Leben stets von äußeren Ereignissen beeinflusst. Wenn sich unser Geist auf die von uns gewählten Ziele konzentriert, arbeitet ein bestimmter Bereich unseres Gehirns und lenkt unser Bewusstsein dorthin – das nennen wir bewusstes Bewusstsein.

Im Moment zu bleiben bedeutet, sich selbst jenseits des Erlernten und der Vorurteile zu entdecken. Was tust du mit Freude und findest dabei Frieden? Welche Gefühle erschöpfen dich? Was erträgst du unbewusst? Sind die dir angebotenen und für dich als angemessen betrachteten Muster wirklich das, was du brauchst?

Sind es deine Ängste und Sorgen, denen du nicht begegnen willst und die dich schwächen? Wenn du einfach innehältst, ohne zu urteilen, dich selbst wahrnimmst und dir selbst zuhörst, kannst du ein “Du” entdecken, das du noch nie zuvor kennengelernt hast – ein stärkeres “Du”.

Um ein Gleichgewicht zwischen unserem Geist und dem schnell fließenden Leben herzustellen, ist es wichtig, im Moment zu bleiben. Wenn wir dieses Gleichgewicht verlieren, fühlen wir uns unglücklich, ziellos und bedeutungslos.

DIE GESCHICHTE DER ACHTSAMKEIT (MINDFULNESS)

Das Wort „Mindfulness“ stammt aus dem Pali-Begriff „Sati“, der in der buddhistischen Psychologie verwendet wird und eine über 2500 Jahre alte Geschichte hat. Dieses Konzept hat sich sowohl in der östlichen als auch in der westlichen Kultur seit der Antike weiterentwickelt (Alidina, 2010; Mace, 2008; Germer).

Zum ersten Mal wurde der Begriff von dem amerikanischen Arzt Jon Kabat-Zinn geprägt. Er setzte die beiden englischen Wörter „mind“ (Geist) und „full“ (voll) zusammen, um das Konzept eines „vollen Geistes“ als Gegensatz zu „mind full“ zu beschreiben.

Die Definitionen von Achtsamkeit enthalten gemeinsame Elemente wie das Erleben des gegenwärtigen Moments, das Bewusstsein für Urteile, die Akzeptanz und die innere Beobachtung. Kabat-Zinn (2003) beschreibt Achtsamkeit als die absichtsvolle und nicht wertende Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment. Thich Nhat Hanh (1987) sieht Achtsamkeit als den Zustand bewusster Präsenz in der gegenwärtigen Realität.

Germer (2005) hebt hervor, dass Achtsamkeit bestimmte gemeinsame Merkmale aufweist: Sie ist auf den Moment fokussiert, nicht wertend, unabhängig von Worten, befreiend, erforschend, absichtsvoll und erfordert Beobachtung. Sie bedeutet, mit einer offenen und liebevollen Haltung auf das zu achten, was im Moment geschieht (Snel, 2016).

DEFINITION DER ACHTSAMKEIT

„Achtsamkeit ist ein Bewusstsein, das durch absichtliche, gegenwärtige und nicht wertende Aufmerksamkeit entsteht.“

„Und dann dient es manchmal dem Selbstverständnis und der Weisheit.“

„Wir alle nehmen uns selbst zu ernst, weil wir glauben, dass es ein ‘Ich’ gibt, das ernst genommen werden muss. Wir werden die Hauptdarsteller unseres eigenen Films. Die Geschichte von ‘Ich’ – natürlich in der Hauptrolle: ich! Und alle anderen sind nur Nebenfiguren in unserem Film. Doch dann vergessen wir, dass dies nur eine von uns geschaffene und gewünschte Geschichte ist – eine Fiktion.

Und wenn wir erkennen, dass es kein ‘Ich’ gibt, wenn wir den Film zurückspulen, verstehen wir, dass im Moment zu bleiben der Weg ist, um das wahre Selbst kennenzulernen.“

Laut Prof. Dr. J. Kabat-Zinn bedeutet Achtsamkeit:
„Im Moment zu bleiben bedeutet, den Geist bewusst und nicht wertend in den gegenwärtigen Augenblick zu bringen.“

DIE VORTEILE DER ACHTSAMKEIT FÜR DIE GEHIRNGESUNDHEIT

1. Unterstützt die kognitiven Fähigkeiten
Mit zunehmendem Alter verliert unser Gehirn an Gewicht und Dichte. Unser Ziel ist es, die einzigartige Struktur des Gehirns und die graue Substanz so lange wie möglich zu erhalten. Studien über die Vorteile von Achtsamkeit und Meditation haben gezeigt, dass Menschen, die über einen langen Zeitraum meditieren, die Dicke der kortikalen Regionen ihres Gehirns erhalten können.

Eine Studie an der Harvard University untersuchte Personen, die zuvor noch nie meditiert hatten. Sie nahmen acht Wochen lang täglich 40 Minuten an einem Meditationsprogramm teil. Schon in dieser kurzen Zeit verdickten sich vier verschiedene Gehirnbereiche, darunter der linke Hippocampus, der für Lernen, Kognition, Gedächtnis und emotionale Regulation verantwortlich ist.

2. Verbessert die Konzentration
Unser Gehirn ist wie ein Scheinwerfer – es neigt dazu, sich auf alles zu richten, was seine Aufmerksamkeit erregt. Oder es springt wie ein Affe von einem Gedanken zum anderen. Eine Studie der Yale University hat gezeigt, dass Meditation das Gehirn von dieser Ablenkung befreit und es davon abhält, abzudriften.

3. Fördert die Neuroplastizität
Unser Gehirn ist niemals statisch – es passt sich durch Neuroplastizität an unser Leben an. Während der Meditation aktiviert und verändert das Gehirn die neuronalen Verbindungen zwischen seinen verschiedenen Strukturen.

ACHTSAMKEIT VERRINGERT ÄNGSTE

Studien haben gezeigt, dass ängstliche Menschen bei sozial komplexen Entscheidungen weniger Teile ihres präfrontalen Kortexes nutzen. Menschen ohne Angst verwenden ihren präfrontalen Kortex, um Entscheidungen mit potenziellen Bedrohungen und Belohnungen abzuwägen.

Da der „richtige“ Teil des Frontallappens bei ängstlichen Menschen überaktiviert ist, meiden sie soziale Situationen. Dadurch arbeiten die für die Sozialisierung verantwortlichen Gehirnregionen weniger.

WIE DU MEHR IM MOMENT BLEIBEN KANNST
    •    Lebe in der Gegenwart: Du kannst nicht ständig in die Vergangenheit zurückkehren oder dich vor der Zukunft verstecken. Atme tief ein und spüre diesen Moment.
    •    Meditiere: Ein voller Kopf erschwert es, den Tag bewusst zu erleben. Gedanken an die Vergangenheit und Zukunft nehmen viel Raum ein. Meditation hilft, den Geist zu beruhigen.
    •    Stelle dich deinen Ängsten: Ängste entstehen oft aus vergangenen Erfahrungen oder Zukunftssorgen. Sich diesen bewusst zu stellen, hilft, mit Veränderungen umzugehen.
    •    Passe dich dem Tempo des Lebens an: Das Leben verändert sich ständig. Statt gegen Veränderungen anzukämpfen, ist es besser, mit ihnen in Einklang zu kommen.
    •    Entwickle positive Denkmuster: Identifiziere und ersetze negative Gedankenmuster durch konstruktive Überzeugungen.

PERSÖNLICHE ENTWICKLUNG
    1.    Tägliches Lesen: Jeden Tag ein paar Seiten lesen, um Wissen zu erweitern und sich zu entspannen.
    2.    Ziele setzen und Fortschritte verfolgen: Messbare Ziele setzen und regelmäßig überprüfen.
    3.    Neue Fähigkeiten erlernen: Lernen hält den Geist lebendig und erweitert das eigene Potenzial.
    4.    Tagebuch führen: Reflexion hilft, Gedanken und Emotionen besser zu verstehen.
    5.    Gesunder Lebensstil: Körperliche Gesundheit durch Bewegung und Ernährung unterstützt auch die geistige Entwicklung.
    6.    Kreativität fördern: Kreative Aktivitäten steigern die geistige Flexibilität und das innere Gleichgewicht.

SCHLUSSFOLGERUNG

Achtsamkeit bedeutet Akzeptanz – aber keine erzwungene Akzeptanz von Leid oder Unveränderlichkeit. Es geht darum, eine offene, flexible und vorurteilsfreie Haltung gegenüber dem eigenen Erleben einzunehmen.

Trotz der Herausforderungen der modernen Zeit helfen Achtsamkeitsübungen wie Atemtechniken, Spaziergänge und Konzentration auf alltägliche Tätigkeiten, den Geist zu trainieren und bewusster zu leben.

Friedrich Nietzsche sagte: „Wenn du lange in den Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.“ Fokussierst du dich auf das Schlimmste, ziehst du es an. Weder vergangene Ereignisse noch Zukunftsängste sollten dich bestimmen – das Beste ist, sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren.